Begriffserklärung: ZIP-Technologie

Man nennt sie ZIPscreen, Fixscreen (RENSON), OptiStretch (WEINOR), Textilscreens mit ZIP oder einfach nur ZIP (abgeleitet vom englischen Begriff „Zipper“ = Reißverschluss).

Ähnlich dem, was millionenfach seit Jahrzehnten Jacken, Hosen oder Zeltplanen wiederverschließbar und extrem zuverlässig zusammenhält, hat die bewährte Technologie seine Anfänge für den Einsatz textiler Beschattungen in den 80er Jahren. Über die Zeit weiterentwickelt und zunehmend perfektioniert, verzahnt sich die innovative Reißverschlusstechnik nahezu geräuschlos in den seitlichen Führungsschienen mit dem stoffverschweißten Gegenstück, sorgt hierdurch für eine ungeahnte Tuchspannung und avanciert zur Königsdisziplin bei Beschattungsanlagen für den Außenbereich.

In Verbindung mit einem Tuch aus Glasfasergewebe können, je nach Hersteller und System, besonders große und unglaublich windstabile Beschattungsanlagen, mit Größen von bis zu 22m2, gefertigt werden. Bei Windstärke 6 noch einsetzbar, wird eine ZIP- Ausführung, beispielsweise als Senkrechtmarkise, zum wahren Windbreaker. Abhängig der Ausführung leistet ein Fixscreen der Firma RENSON sogar Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h noch erfolgreich Widerstand.

Bild: Große Spannweite, an exponierter Stelle, kann Windlasten bis zu 130 km/h widerstehen (Fixscreen von RENSON).

Ohne Spalt zwischen Schiene und der seitlichen Stoffbahn ist ein Flattern der Stoffkante kein Thema mehr. Komplett herausgefahren kann die textile Seitenwand gar die zusätzliche Funktion eines Insektenschutzes übernehmen. Der etwas größere Wickeldurchmesser für die Stoffbahn mit der genialen Verschlusstechnik erfordert allerdings oft eine geringfügig größere Tuchkassette. Leistungsfähige Stoffe aus Glasfasergewebe und hochwertige Screens mit ZIP lassen sich mittlerweile auch horizontal (waagerecht), diagonal schräg oder sogar von unten nach oben führend einsetzen. Die Glasfasergewebe sind farbecht, fäulnisresistent, wärme- und nässeunempfindlich.

Bild: ZIP-Senkrechtmarkise eignet sich auch zur Beschattung großer Fensterflächen am Haus (WEINOR VertiTex II ZIP)

Die Anwendungsgebiete des textilen Kraftpaketes mit der tuchstraffenden ZIP- Technologie umfassen zunehmend großflächige Senkrecht- und Horizontalmarkisen, Wintergartenmarkisen, als auch freistehende Pergolamarkisen und finden Anwendung als Wetterschutz- oder Verdunklungsrollo.

Bild: ZIP-Technik, als blick- und wasserdichte Dachmembran mit UV-Schutz 50+ (Pergolamarkise WEINOR PlazaViva II „OptiStretch“) und im Einsatz der seitlich transparenten Senkrechtmarkisen (VertiTex II ZIP) mit Fiberglasgewebe.

Für die straffe Bespannung steht eine große Bandbreite an reißfesten Tüchern aus Acryl, Polyester und Fiberglas zur Auswahl. Während bei Anwendungen über Kopf wasserdichte Tücher mit hohem UV-Schutz im Vordergrund stehen, wie z.B. bei Pergolamarkisen, ist bei senkrechten ZIP-Markisen auch mal Transparenz und Durchsichtigkeit gefragt, um den Sichtkontakt zur Umgebung und der Natur zu erhalten.

Vorteile der ZIP-Technologie:

  • Extrem hohe Tuchspannung durch allseitige Tuchführung.
  • Kein Spalt zwischen den seitlichen Schienen und Stoff, kein Ausbeulen.
  • Enorm hohe Windstabilität.
  • Kein Stoffflattern.
  • Besonders große Fertigungsmaße, bei dennoch sehr straffen Tüchern möglich.
  • Der Einsatz von Fiberglasgewebe ermöglicht eine wählbare Transparenz und
    Durchsichtigkeit, die bei senkrechten Anwendungen zunehmend gewünscht ist.
  • Schützt zuverlässig vor Sonne, Wind und Regen, vor neugierigen Blicken und ist
    als Insektenschutz einsetzbar.

Tipp:

In windreicher Lage, vor allem bei Bedarf als ausfahrbarer Wetterschutz an der Wetterseite Deiner Terrasse, ist die Anschaffung eines Sicht- und Sonnenschutzes mit ZIP-Technik eine lohnenswerte Investition. Pergola-Markisen und Wintergartenbeschattungen sollten grundsätzlich mit ZIP ausgestattet sein. Möchtest Du die interessante Technik original im Einsatz sehen, schau doch einfach mal bei uns in der Ausstellung vorbei.

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